HOMEPAGE - Galerie Walter Habdank, Berg/Lkr Starnberg

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 Ausstellung





Rede
zur Ausstellungseröffnung
vom Johannes Habdank

 



Schalom Ben-Chorin schrieb über Walter Habdank

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Der Witwe des Künstlers, Friedgard Habdank, ist dieser Brief Schalom Ben-Chorins, mit dem er sich bei Walter Habdank für den übersandten Farbholzschnitt „Hiob“ aus dem Jahr 1988 bedankt, erst im Nachlass begegnet.


Ben Chorin schreibt hier: „In unserer Zeit der Massenvernichtung ist Hiob millionenfach unter uns. Sie haben ihm ein menschliches Antlitz gegeben, das uns unmittelbar anblickt...“
Der Künstler habe die Klage Hiobs mit dem Herzen vernommen und ihr Gestalt verliehen.

 

Ben-Chorin hebt - sinngemäß - auch hervor, dass Habdanks Darstellung nicht dem weiten theologischen Umfeld des biblischen Textes nachgegangen ist, nicht den Hinweisen von Hiobs Freunden auf dessen etwaige „Schuld“, oder dem eines anderen Freundes, der fragt, ob der Mensch das Recht habe, Gottes Allmacht zu beurteilen; ja, auch den eigenen Hinweis Gottes auf seine unbegreifliche Größe verfolgt er nicht weiter.

 

Wir können hier die besondere Fähigkeit Habdanks erkennen, in seinen Holzschnitten den unmittelbaren seelischen Zustand eines Menschen zu zeigen und den die Bilder betrachtenden Einzelnen zur Zwiesprache aufzufordern. Hier ist ihm die Darstellung des klagenden (nicht: anklagenden) und leidenden Menschen schlechthin gelungen, so dass man diesen Holzschnitt in seiner Allgemeingültigkeit auch als ein alttestamentliches Ecce-Homo bezeichnen kann.

 

Dr. Helmut Bieber

 

 

 

 

 

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