HOMEPAGE - Galerie Walter Habdank, Berg/Lkr Starnberg

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 Ausstellung





Rede
zur Ausstellungseröffnung
vom Johannes Habdank

 



Schalom Ben-Chorin schrieb über Walter Habdank

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Das Flachdruckverfahren der Lithographie, mit dem der junge Künstler während seines Studiums an der Münchener Akademie der Bildenden Künste von 1949 bis 1953 Bekanntschaft machen konnte, eignete sich hervorragend für die vielen inneren und äußeren Probleme, die ihn in einer schweren Nachkriegszeit beschäftigten. Im Gegensatz zum strengeren, körperlich mühsamen, keine Änderungen gestattenden Holzschnitt, den Habdank schon in diesen frühen Jahren als sein ureigenes Ausdrucksmittel im Auge hatte, bot ihm die Lithographie nahezu unbegrenzte Möglichkeiten und Freiheiten zum Phantasieren und Experimentieren.

 

Stilistisch reichen die Blätter von realistischen Bildern bis zu zeitlosen metaphorischen Darstellungen, szenenhaft bewegt oder statuarisch-plakativ und den späteren Holzschnitt vorwegnehmend. Inhaltlich bietet sich ein weites Feld: Beschäftigung mit persönlichen Problemen der Identifikation (Selbstbildnisse), die allmählich einsetzende Reaktion auf die nur kurze Zeit zurückliegenden Diktatur- und Kriegsjahre, poesievolle südliche Landschaften als allegorischer Ausdruck der Hoffnung in dunkler Zeit und erste Gestaltungen biblischer Themen und christlicher Persönlichkeiten. In fast allen Blättern herrscht ein melancholischer Grundton als Erlebnis fortwirkender existentieller Verunsicherung in der Gegenwart vor.Den Stil, den er in seinen Lithographien entwickelte, hat er später im Holzschnitt zu hoher Vollendung geführt.

 

 

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